In Planung
Lindenstraße
Stadtteil Bad Neuenahr
Erneuerung des beschädigten Abwasserkanals
Der Abwasserkanal entlang der
Georg-Kreuzberg-Straße sowie der Lindenstraße wurde infolge der Flutkatastrophe
im Jahr 2021 erheblich beschädigt. Bevor weitere Maßnahmen in diesem Bereich
umgesetzt werden können, ist eine umfassende Sanierung der gesamten
Kanaltrasse erforderlich. Insgesamt umfasst das Vorhaben eine Strecke
von rund 940 Metern.
Aufgrund des Umfangs der
Baumaßnahme wird das Projekt in zwei Bauabschnitte unterteilt.
Im ersten Bauabschnitt erfolgt die Erneuerung des Abwasserkanals in der
Georg-Kreuzberg-Straße. Der neue Kanal wird in einer Tiefe von etwa
vier Metern verlegt. Dadurch soll die Abwasserinfrastruktur künftig
besser gegen die Auswirkungen von Hochwasserereignissen und Starkregen
geschützt werden.
Im Zuge der Arbeiten werden
außerdem vorhandene Hausanschlüsse an das neue Kanalsystem
angebunden oder bei Bedarf vollständig erneuert. Darüber hinaus erfolgt die
Anbindung des neuen Kanals an das städtische Kanalnetz. Für die
Umsetzung kommt überwiegend das Tunnelbohrverfahren zum Einsatz, wodurch
Eingriffe an der Oberfläche reduziert werden können. Ziel der Maßnahme ist eine
langfristig sichere und zuverlässige Abwasserentsorgung für die Anwohnerinnen
und Anwohner.
Infrastruktur soll während der Bauzeit weitgehend erhalten bleiben
Nach Angaben des
Abwasserzweckverbandes soll der Verkehrsfluss während der Bauarbeiten
möglichst aufrechterhalten werden. Zwar kann es zeitweise zu
Einschränkungen bei den Zufahrten zu einzelnen Grundstücken kommen, der Zugang
zu den jeweiligen Häusern wird jedoch jederzeit gewährleistet. Gleiches gilt
für die Erreichbarkeit durch Rettungsdienste, Entsorgungsfahrzeuge und weitere
notwendige Versorgungsdienste.
Überblick über den geplanten Bauablauf
Die Baumaßnahmen des
Abwasserzweckverbandes in der Lindenstraße erfolgen im Anschluss an die
Fertigstellung des ersten Bauabschnitts in der Georg-Kreuzberg-Straße, dessen
Beginn für Ende August 2026 vorgesehen ist. Zeitgleich starten die Arbeiten an
der Casinobrücke, die voraussichtlich bis Ende 2027 andauern werden. Die
Bauarbeiten an der Kurgartenbrücke sollen Ende 2026 beginnen und nach aktuellem
Planungsstand bis ins Jahr 2028 reichen.
Darüber hinaus ist vorgesehen,
die Maßnahme zur Erneuerung der Ufermauer an der Lindenstraße im Jahr 2027 zu
starten. Die Dauer der Arbeiten wird auf etwa ein Jahr geschätzt. Weitere
Tiefbauarbeiten sind für den Zeitraum von 2027 bis 2029 geplant. Daran
anschließend beziehungsweise teilweise parallel erfolgen Maßnahmen zur
Gestaltung der Freianlagen, die von 2028 bis 2030 umgesetzt werden sollen. Auch
die Arbeiten im Rahmen der Gewässerwiederherstellung werden voraussichtlich bis
2030 andauern.
Da die einzelnen Projekte
teilweise voneinander abhängig sind und insbesondere im Tiefbau
unvorhergesehene Entwicklungen auftreten können, stellen die genannten
Zeiträume den aktuellen Planungsstand dar. Änderungen im Bauablauf oder bei den
Zeitplänen können daher nicht ausgeschlossen werden. Über wesentliche
Anpassungen wird die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert.
Bäume müssen gefällt und neu gepflanzt werden
Im Rahmen der umfangreichen
Wiederaufbau- und Infrastrukturmaßnahmen können entlang der
Georg-Kreuzberg-Straße und der Lindenstraße nicht alle vorhandenen Bäume
erhalten bleiben. Gründe hierfür sind unter anderem die geplante
Gewässerwiederherstellung, die Aufweitung der Ahr, die Verbreiterung des
Flussbettes, Straßenbaumaßnahmen sowie weitere erforderliche Arbeiten im
öffentlichen Raum.
Insgesamt müssen im betroffenen
Bauabschnitt voraussichtlich rund 128 Bäume gefällt werden.
Als Ausgleich sind nach Abschluss der Baumaßnahmen jedoch etwa 169
Neupflanzungen vorgesehen. Damit soll langfristig nicht nur der
bestehende Baumbestand kompensiert, sondern auch die Aufenthaltsqualität im
Umfeld verbessert werden.
Stadt wirbt für Verständnis und gegenseitige Unterstützung
Angesichts der Größe und
Komplexität der Baumaßnahmen lassen sich vorübergehende Einschränkungen im
Alltag nicht vollständig vermeiden. Der Abwasserzweckverband sowie die Aufbau-
und Entwicklungsgesellschaft bitten die Bürgerinnen und Bürger deshalb um Verständnis,
Geduld und eine vorausschauende Planung.
Wo möglich, können alternative
Zugänge zu Grundstücken und Gebäuden genutzt werden, beispielsweise
indem vorübergehend ein Hintereingang als Haupteingang verwendet wird. Auch
Lieferungen und andere logistische Abläufe können frühzeitig auf die jeweiligen
Baustellensituationen abgestimmt werden.
Darüber hinaus wird
empfohlen, geplante Umzüge, größere Anlieferungen oder sonstige
besondere Vorhaben rechtzeitig anzumelden. Durch eine frühzeitige
Abstimmung können Beeinträchtigungen sowohl für die Anwohnerinnen und Anwohner
als auch für die ausführenden Unternehmen möglichst gering gehalten werden.
Gemeinsam soll so ein reibungsloser Ablauf der notwendigen Wiederaufbau- und
Infrastrukturmaßnahmen ermöglicht werden.
Bei Fragen und Anliegen zu den
Baumaßnahmen steht Ihnen die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft gerne zur
Verfügung. Per Mail unter info.promenade-bna@ag-bnaw.de oder
Telefonisch unter 02641 9058-0.
Außerdem finden Sie weitere
Informationen auf der entsprechenden Seite der Aufbau- und
Entwicklungsgesellschaft: Hier anschauen.