In Planung
Lenné- & Kaiser-Wilhelm-Park
Bad Neuenahrs Park- und Gartenanlagen sind in unterschiedlichen Jahren weitläufig angelegt worden. Auf der linken Ahrseite befindet sich der Rosengarten, welcher in den Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park übergeht, der Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt wurde. 1956 eröffnete auf der anderen Ahrseite der Dahliengarten. Weiter Flussabwärts, auf der rechten Ahrseite ab der Landgrafenbrücke, erstreckt sich der Lenné-Park aus dem Jahr 1927 mit seinem historischen Lenné-Schlösschen und den Tennis-Anlagen des HTC Bad Neuenahr. Der Park geht nahtlos über in den Kaiser-Wilhelm-Park mit dem Schwanenteich. Dort befindet sich auch die Bogenschießanlage des TuS Ahrweiler 1898.
Ziel ist die Wiederherstellung des kulturellen Erbes unter Berücksichtigung der aktuellen Anforderungen in Hinblick auf Nutzung, Pflege und Klimafolgeanpassungen. Die Parkbereiche sollen im Zuge der zukünftigen Planungen zu einem zusammenhängenden Parkraum weiterentwickelt werden. Dabei wird sich mit der Neugestaltung von Rasen-, Wiesen- und Pflanzflächen unter Berücksichtigung der historischen, alten Baumalleen befasst. Außerdem liegt die Wiederherstellung der Wege unter Beachtung der historischen Entwicklung im Fokus, sodass ein zusammenhängendes Fuß- und Radwegesystem entsteht. Für eine verbesserte Hochwasser-Resilienz in den Parkanlagen sollen die Grünflächen auch als Überflutungsflächen fungieren können. Es wird außerdem geprüft, inwiefern der Mühlenteich – wie in früheren Zeiten – als Wiesenbewässerung dienen kann. Im Lenné-Park ist für die Bewässerung von Tennisanlage und Grünflächen geplant, den nahegelegenen Brunnen am Are-Gymnasium zu nutzen. Dadurch kann nicht nur das Pflanzenwachstum klimaangepasst gefördert werden. Auch kann das restliche Wasser in den Retentionsräumen versickern statt direkt der Ahr zugeleitet zu werden.
Das Ehrendenkmal im Kaiser-Wilhelm-Park und der Springbrunnen im Lenné-Park prägen das Bild der Gesamtanlage. In der Planung vorgesehen sind hierfür eine barrierefreie Zuwegung des Ehrendenkmals und die Sanierung des Springbrunnens. Der Schalenbrunnen wurde nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft wurde mit der Umsetzung im westlichen Lenné-Park beauftragt. Die Arbeiten sollen bis Jahresende 2025 abgeschlossen sein.
Die in den Parkanlagen stehenden Pavillons sowie das Bogenschützenhaus wurden ebenfalls saniert.. Zusätzlich ist die Gestaltung des Mühlenteichs und des Schwanenteichs Teil der Wiederaufbau-Planung.
Der alte Baumbestand bildet das Grundgerüst der Parkanlagen. Baumpflanzungen werden insbesondere im Bereich des Lindenhains ergänzt, außerdem westlich der Tennisplätze, zwischen den Parkanlagen sowie nördlich des Schwanenteichs und vor dem östlichen Steilhang. Baumfällungen lassen sich jedoch nicht gänzlich vermeiden: insbesondere bei der Wiederherstellung historischer Wegeverläufe, der naturnahen Führung des Mühlenteichs sowie bei schlechtem Zustand der Bäume sind die Fällungen notwendig.
Die Vorplanungen des Kaiser-Wilhelm-Parks sind bereits abgeschlossen, die Entwurfsplanung ist weitestgehend fertiggestellt. Der Baubeginn auf 2027 datiert, die Bauzeit beträgt mindestens ein Jahr und umfasst auch die Gewässerwiederherstellung.
Im Lenné-Park hat die bauliche Umsetzung bereits begonnen. Teilbereiche rund um das Lennéschlösschen sind bereits hergestellt und die Arbeit an den Tennisplätzen weitgehend abgeschlossen. Eine bauliche Umsetzung für die übrigen Teile der Parkanlage ist für das Jahr 2026 geplant. Der Lenné-Park wird somit voraussichtlich die erste Parkanlage in Bad Neuenahr sein, die vollständig wiederhergestellt wird.
Beide Parks sind Teil des Gewässerwiederherstellungskonzeptes.
Stand: März 2026