In Planung

Casinobrücke

Stadtteil Bad Neuenahr

Die Casinobrücke wurde infolge der Flut zerstört. Mit der Umsetzung der Wiederaufbaumaßnahme wurde am 16. November 2022 die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) beauftragt.  Die Planung der neuen Casinobrücke wurde an das Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner aus Stuttgart vergeben. Das Büro ging als Sieger aus dem Planungswettbewerb „Brückenschlag“ hervor, bei dem insgesamt 14 Planungsentwürfe eingereicht wurden.

Ein zentrales Ziel der Planung ist die Verbesserung der hydraulischen Situation. Die Brücke wird als Hubbrücke konzipiert und liegt im ausgefahrenen Zustand über dem Extremhochwasserstand (HQextrem). Dadurch entstehen bei Hochwasserereignissen keine Einengungen im Abflussquerschnitt. Zusätzlich wird auf Rampen verzichtet, da diese weitere Abflussbarrieren darstellen würden.


Lage der neuen Brücke

Die neue Casinobrücke wird gegenüber ihrem früheren Standort etwas flussabwärts verlegt und befindet sich künftig bei Flusskilometer 10,682. Diese Verlagerung berücksichtigt mehrere Aspekte. Zum einen wird der Wegeverlauf auf der Nordseite sowie der Anbindung an die Freiflächenplanung auf der Südseite optimiert. Zum anderen beträgt der Winkel der Brückenachse zur Ahr nun etwa 90 Grad, was aus hydraulischer Sicht günstiger ist.


Verkehrsfläche und Abmessungen

Die frühere Casinobrücke verfügte über eine nutzbare Verkehrsfläche von 3,35 Metern. Nach den aktuellen Regelwerken für den Rad- und Fußverkehr wird die neue Brücke eine nutzbare Breite von 4,00 Metern erhalten.

Die Brücke wird so ausgelegt, dass sie auch von Fahrzeugen des Betriebshofs mit einem Gesamtgewicht von bis zu 8 Tonnen für Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten befahren werden kann.

Vor der Flut hatte die einfeldrige Brücke eine Länge von 38,19 Metern. Die neue Brücke überspannt die Ahr mit einer Länge von 40,00 Metern und ist damit etwas länger als die ursprüngliche Konstruktion.


Konstruktion und Gestaltung

Die neue Casinobrücke wird als Rad- und Fußwegebrücke mit Hubfunktion errichtet. Der Überbau besteht aus einem Stahltrog aus wetterfestem Stahl mit perforiertem Stegblech. Da wetterfester Stahl verwendet wird, ist keine zusätzliche Beschichtung erforderlich. Die Absturzsicherung erfolgt durch vertikale Stegbleche. Die Beleuchtung wird in das Geländer integriert.

Der Baubeginn ist derzeit für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Weitere Informationen zum Wiederaufbau der Brücken in Bad Neuenahr-Ahrweiler und was dabei beachtet werden muss erfahren Sie auch in der #wiederbunt-Podcastfolge vom 31.10.2025. 


Stand: Mai 2026

Lindenstraße
Stadtteil Bad Neuenahr