Im Bau

Landgrafenbrücke

Die Landgrafenbrücke verbindet die Ahr über die gleichnamige Landgrafenstraße am City-Parkhaus. Sie wurde im Jahr 1901 erbaut und bereits 2007 durch einen technisch weiterentwickelten Neubau ersetzt. Bei der Flut wurde diese zerstört. Das THW errichtete an gleicher Stelle eine Behelfsbrücke.

 

Planungen

Der Stadtrat gab im Juli 2023 den Entwurf der neuen Landgrafenbrücke zur Umsetzung frei. Am alten Standort wird eine sogenannte „3-Feld-Stahlverbundbrücke“ entstehen. Das heißt, dass durch zwei Pfeiler im Fluss drei Durchlässe entstehen. Eine „bogenförmige Untersicht“ der jeweilige Teilbögen lockert die Konstruktion auf, sie wird von unten betrachtet bogenförmig aussehen. Die Optik wird bestimmt durch Harmonie und Leichtigkeit in der Konstruktion. Die Landgrafenbrücke wird 49,60 Meter lang und 14,50 Meter breit.  Um für den Schwerverkehr belastbar zu sein, wird die Brücke massiver konstruiert: Geplant sind zwei Spuren für den motorisierten Verkehr, beidseitig Radfahrstreifen und separate Gehwege. Durch die Konstruktion mit einer Tiefgründung ist die Brücke im Hochwasserfall vor einer Unterspülung geschützt.

Es liegt ein bewilligter Förderantrag vor. Die Gesamtbaukosten von etwa 8,2 Millionen Euro werden mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds abgedeckt und beinhalten ebenso die Radwegeunterführung und die Anbindungen der Landgrafenstraße.

 

Baumaßnahme schreitet voran

Am 12. November 2024 begannen die Bauarbeiten mit dem offiziellen Spatenstich. Ende April 2026 erfolgte der Einhub des Brückenüberbaus. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrsfreigabe einer der wichtigsten Nord-Süd Verbindungen in Bad Neuenahr erreicht. Im Anschluss wurden diese drei Brückenteile miteinander verschweißt. Derzeit erfolgen die weiteren Arbeitsschritte zur Fertigstellung der Brücke.

 

Leichte Verzögerungen im Hinblick auf Eröffnung

Die Schweißverbindungen wurden im Vorgriff der weiteren Arbeiten einer routinemäßigen Qualitätsprüfung unterzogen. Dabei wurden an einzelnen Schweißnähten Mängel festgestellt, woraufhin die Prüfung durch die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) vorsorglich auf sämtliche Schweißnähte ausgeweitet wurde. Es stellte sich heraus, dass die Schweißnähte am Überbau der Brücke gänzlich mangelhaft ausgeführt wurden.

Zur Bewertung der Mängel sowie zur Prüfung des von der ausführenden Stahlbaufirma vorgelegten Instandsetzungskonzeptes wurden durch die AuEG zusätzlich Fachgutachter hinzugezogen. Mit Abschluss der Untersuchungen im August wurden der Umfang der Nacharbeiten sowie der notwendige Zeitbedarf ermittelt. Die Mängelbeseitigung ist bereits in Ausführung und wird voraussichtlich bis Mitte September 2026 andauern. Diese wird konstant einer Qualitätskontrolle unterzogen, sodass der Bevölkerung durch die AuEG ein dauerhaft mängelfreies und sicheres Brückenbauwerk übergeben werden kann. Infolgedessen ergibt sich derzeit ein Bauzeitenverzug von etwa zehn Wochen.

Nach aktuellem Stand wird daher mit einer Verkehrsfreigabe der Landgrafenbrücke im Frühjahr 2027 gerechnet. Da die an die Mängelbeseitigung anschließenden Arbeiten voraussichtlich teils in die Wintermonate fallen, sind weitere witterungsbedingte Verzögerungen möglich. Gleichzeitig werden Maßnahmen ergriffen, um den Baufortschritt möglichst auch in den Wintermonaten zu gewährleisten und zusätzliche Verzögerungen zu vermeiden.

Deswegen wird der Rückbau der Behelfsbrücke entsprechend des späteren Zeitpunktes der Verkehrsfreigabe der neuen Landgrafenbrücke neu terminiert. Die zusätzliche Zeit wird genutzt, um notwendige Tiefbauarbeiten im unmittelbaren Bereich vor der neuen Landgrafenbrücke vorzuziehen. So können spätere Verkehrseinschränkungen im Zusammenhang mit Leitungsverlegungen vermieden werden. Die Behelfsbrücke kann bis zur Verkehrsfreigabe der neuen Landgrafenbrücke wie gewohnt genutzt werden.

Weitere Informationen zum Brückenbau der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler finden Sie im verlinkten Info-Flyer.


Stand: August 2026